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Methoden/ Operationstechniken zur Bruststraffung

Die richtige Operationstechnik zur Brustverkleinerung ist abhängig von Ihren körperlichen Voraussetzungen. Je weiter Ihre Brüste von der gewünschten Form entfernt sind, desto aufwendiger ist die Bruststraffung weil sie dann häufig mit einer Brustverkleinerung oder mit dem Einsatz von Implantaten (Brustvergrößerung) verbunden ist.

Die am häufigsten angewandten Operationstechniken bei der Bruststraffung sind:

  • Hall-Findlay
  • Lejour
  • Benelli
  • Perimamilläre Straffungstechnik
  • Mamillenlift
  • Konzentrische Mastopexie
  • Narbenschonende Quill-Fäden

Hall-Findlay Methode

Die kanadische Chirurgin Elisabeth Hall-Findlay hat eine moderne Technik für die Bruststraffung entwickelt, die sich auch für sehr große und stark hängende Brüste eignet.

Charakteristisch ist der vertikale Schnitt vom Warzenhof zur Brustumschlagsfalte, mit dem der Chirurg überschüssige Haut entfernen und damit die Brust straffen kann.

Die Operationsdauer ist kürzer weil nur ein einfacher Schnitt erfolgt (eine Stunde im Vergleich zu 3-4 Stunden bei anderen Methoden) und es kann auf (z.T. schmerzhafte) Drainagen verzichtet werden. Tastsinn und Stillfähigkeit der Brustwarze bleiben in jedem Fall erhalten.

Lejour-Technik

Bei der Lejour-Technik führt der Chirurg zusätzlich zum vertikalen Schnitt hinunter zur Brustumschlagsfalte, einen runden Schnitt um die Brustwarze; entfernt überschüssiges Hautgewebe und strafft die Brust.

Die Brustform kann der Arzt bei dieser Technik sehr präzise modellieren und auch Lage und Form von Warzenhof und Brustwarze gut an die neue Brustform anpassen. Die Narbenbildung ist gering - insbesondere wenn sog. "Quill-Fäden" zum verschließen der Wunde verwendet werden.

Benelli-Technik

Das Benelli-Verfahren wird bei der Bruststraffung immer noch häufig angewandt, auch wenn die Modellierungsmöglichkeiten für den Chirurgen bei diesem Verfahren begrenzt sind.

Beim Benelli-Verfahren wird der Schnitt knapp um den Warzenhof geführt und es kann nur wenig überschüssige Haut entfernt werden um die Brust zu straffen. Die Brustwarze wird bei diesem Verfahren meist nicht versetzt, deshalb kann die Brust anschließend etwas plattgedrückt wirken.

Perimamilläre Straffungstechnik

Bei dieser Methode entfernt der Chirurg mit einem kreisrunden Schnitt um die Brustwarze (=Mamille) überschüssiges Hautgewebe.

Diese Technik wendet der Arzt z.B. dann an, wenn die bestehende Brustform nicht verändert, sondern nur die Haut etwas gestrafft werden soll. Die Modellierungsmöglichkeiten sind bei dieser Technik sehr begrenzt und die Narbe um die Brustwarze ist später deutlich sichtbar.

Mamillenlift

Beim „Mamillenlift“ (Mamille = Brustwarze) wendet der Chirurg einen kleinen, sichelförmigen Schnitt oberhalb der Brustwarze an, und versetzt die Brustwarze anschließend  um 1-2 Zentimeter nach oben.

Dieses Verfahren eignet sich z.B. bei kleinen und straffen Brüsten die gut in Form sind, deren Brustwarze aber nach unten weist.

Konzentrische Mastopexie

Diese Methode wendet der Chirurg ebenfalls nur bei kleinen und wenig hängenden Brüsten an. Der Schnitt wird hier oval um die Brustwarze geführt, anschließend wird oben- und unten etwas Haut entnommen um die Brust zu straffen.

Narbenschonende Quill-Fäden

Bei der Bruststraffung legt Ihr Arzt größten Wert darauf, die Narben möglichst klein und unauffällig zu halten.

Das sog. "Quill™ Self-Retaining System" (SRS) ist eine Innovation aus den USA und bezeichnet sehr dünne Fäden mit kleinsten Wiederhaken, die sich selbst im Gewebe verankern.

Die Spannung auf die Wundränder wird dadurch besser verteilt und es entstehen nur sehr feine, kaum sichtbare Narben. Außerdem kann bei den Quill-Fäden auf das Verknoten der einzelnen Faden-Enden verzichtet werden, was die Operationsdauer deutlich verkürzt und den Heilungsprozess erleichtert.