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Schweißdrüsenentfernung

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Techniken zur Schweißdrüsen- entfernung

Eine Schweißdrüsenentfernung wird vorrangig unter den Achseln durchgeführt, da hier die übermäßige Schweißproduktion in der Regel am stärksten ausgeprägt ist. Ähnlich wie bei einer Fettabsaugung hat sich auch bei der Schweißdrüsenentfernung (Schweißdrüsenabsaugung) die sogenannte Tumeszens - Methode weitgehend durchgesetzt. Sie stellt die für das Hautgewebe schonenste Methode dar und ist unter örtlicher Betäubung durchführbar.

Der Eingriff

Ähnlich wie bei einer Fettabsaugung wird mithilfe der Tumeszens - Methode zunächst eine spezielle Flüssigkeit in das entsprechende Gewebe injiziert. Dadurch entsteht in dem Gewebe ein Überdruck, der die verschiedenen Gewebeschichten auflockert. Nach einer kurzen Einwirkzeit kann die Flüssigkeit zusammen mit den Schweißdrüsen relativ leicht mittels sehr feiner Kanülen abgesaugt werden. Für die Behandlung reicht in der Regel eine lokale Betäubung vollkommen aus, da die Flüssigkeit bereits eine betäubende Wirkung hat.


Botox-Injektionen

Botuliunumtoxin A (Botox) ist ein natürlich vorkommendes Bakterieneiweiß, das als Nervengift wirkt und die Nervenimpulse, die zur Anregung der Schweißproduktion an die Schweißdrüsen übermittelt werden, gezielt blockiert.

Deshalb kann das Schwitzen mit einer Botox-Injektion an der behandelten Stelle erfolgreich unterbunden werden, ohne den Fühl- und Tastsinn zu beeinträchtigen. Die Wirkung von Botox hält ungefähr 6-9 Monate an und muss anschließend erneuert werden.

Ein kleiner Teil der Frauen (5-10%) ist allerdings aus genetischen Gründen immun gegen eine Botox-Behandlung, weil sie Antikörper gegen Botox im Blut haben.


Durchtrennung von Nervenfasern (ETS)

Eine Alternative zur Schweißdrüsenentfernung stellt die sogennante endoskopische transthorakale Sympathektomie (ETS) dar. Bei dieser etwas aufwändigeren Methode werden die Nervenfasern durchtrennt, die den Schweißdrüsen den Impuls zum Schwitzen übermitteln.

Nach einem kleinen Schnitt ins Hautgewebe – oder durch den Zugang mittels Endoskop wird der entsprechende Schweißnerv elektrisch blockiert, durchtrennt oder geclippt. Dadurch können Schweißattacken an Händen, Füßen oder den Achselhöhlen ausgeschlossen werden.

Die gesamte Schweißmenge des Körpers wird allerdings nicht reduziert sondern tritt u.U. an anderen Stellen vermehrt zutage. Die Erfolge der Behandlung sind sehr gut, aber die Risiken sollten nicht außer Acht gelassen werden. Deshalb sollte eine ETS-Behandlung nur ein schweren Fällen von übermäßiger Schweißproduktion in Erwägung gezogen werden.